Podiumsdiskussion: Wie viel Ungleichheit verträgt die Gleichheit?“
Datum
11. Januar 2027, 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort
Center for Ethics and Philosophy in Practice
LMU Munich, Main Building, Room M 210 (LMU room finder)
Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 Munich
Registration
eveeno.com
Inhalt
Die Anerkennung aller Menschen als moralisch Gleiche gehört zu den zentralen Annahmen vieler zeitgenössischer Theorien der Gerechtigkeit, der Ethik und der Demokratie. Doch was folgt aus diesem abstrakten Grundsatz angesichts einer gesellschaftlichen Wirklichkeit, die von vielfältigen und tiefgreifenden Ungleichheiten geprägt ist?
In der Podiumsdiskussion „Wie viel Ungleichheit verträgt die Gleichheit?“ gehen wir der Frage nach, wie gegenwärtige Ungleichheiten vor diesem Hintergrund zu behandeln sind. Um dieser breit angelegten Fragestellung gerecht zu werden, bringen wir Perspektiven aus Soziologie und Philosophie zusammen: Unter der Moderation von Anna-Maria Brandtner (LMU München) analysieren und diskutieren Lisa Herzog (Universität Groningen), Christian Neuhäuser (TU Dortmund) und Fabian Pfeffer (LMU München), wie Ungleichheiten funktionieren und welche Wirkungen sie entfalten.
Dabei geht es darum, wie ökonomische, soziale und kulturelle Ungleichheiten zu bewerten sind, ob und wann sie legitim sein können, wie sie sich überlagern und gegenseitig verstärken und vor allem, wie problematische Formen der Ungleichheit überwunden werden können. Ein besonderes Augenmerk gilt gesellschaftlichen Bereichen, in denen Ungleichheiten auf besonders folgenreiche Weise fortgeschrieben und verstärkt werden, wie der Umgang mit Erbschaften, die Organisation von Arbeit, Eigentum und Unternehmen, oder der Umgang mit subtilen und alltäglichen Formen des Ausschlusses und der Diskriminierung.